Binding Kulturpreis

Binding fördert Kultur im Heimatraum

Anlässlich ihres 125-jährigen Jubiläums im Jahre 1995 wurde von der Binding-Brauerei AG zum Zeichen ihrer Verbundenheit mit der Heimatstadt Frankfurt am Main die „Binding-Kulturstiftung" ins Leben gerufen, die mit einem Vermögen von 1,5 Millionen Mark ausgestattet ist. Mit dem Ertrag dieses Kapitals (100.000 D-Mark bzw. 50.000 Euro) wird seither jährlich der „Binding-Kulturpreis" vergeben. Die Satzung der Stiftung sieht vor, dass mit dem „Binding-Kulturpreis" herausragende kulturelle Leistungen in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet ausgezeichnet werden, die über die Region hinaus Anerkennung finden. Über die Vergabe der Mittel entscheidet der Stiftungsvorstand auf Vorschlag des Kuratoriums, das mit Persönlichkeiten des Frankfurter Kulturlebens besetzt ist. Aktuell setzt sich das Kuratorium aus Dr. Andreas Bomba, Hannes Hintermeier, Verena Lueken, Peter Michalzik, Dr. Stefanie Heraeus sowie Prof. Dr. Felix Semmelroth als Vorsitzenden zusammen.
Die Preisträger
2019 Frankfurter Kunstverein
Dem Frankfurter Kunstverein ist es über den Zeitraum von Jahrzehnten hinweg gelungen, sich mit ebenso provokanten wie bedeutenden Ausstellungen zu den gesellschaftspolitisch brisanten Themen der Zeit zu äußern. Damit hat er der Kunst als Instanz der Kritik seit 1829 nicht nur eine wichtige, sondern allem voran eine gewichtige Stimme verliehen.
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2018 Tigerpalast
Dem Tigerpalast ist es in bald drei Jahrzehnten gelungen, die rare Kunstform des Varieté Theaters zu neuem Leben zu erwecken und das kulturelle Leben in Frankfurt durch die kontinuierliche Qualität der hier auftretenden Artisten zu bereichern.
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2017 Kinothek Asta Nielsen
Die Kinothek Asta Nielsen arbeitet seit ihrer Gründung im Jahr 1999 daran, die Filmgeschichte in ihrer ganzen Vielfalt einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, diese zugänglich zu halten, zu präsentieren und letztlich in ihrer kulturellen Bedeutung zu feiern.
2016 Verlag Schöffling & Co.
Der Frankfurter Verlag Schöffling & Co. setzt seit über 20 Jahren konsequent auf literarische Qualität und Autorenpflege. Wie kein Zweiter pflegt er dabei auch die zeitgenössische Dichtung und Gegenwartsliteratur durch die seit 2010 durchgeführte Lesereihe „Frankfurt liest ein Buch“ oder als Unterstützer der Frankfurter Poetikvorlesungen.
2015 Max Hollein
Max Hollein steht in seinem Engagement in und um die Mainmetropole als Direktor an der Spitze der drei bedeutendsten Frankfurter Kulturinstitutionen, die er in seinem Schaffen nachhaltig prägte: der Schirn Kunsthalle, des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung.
2014 Verlag der Autoren
Der Verlag der Autoren engagiert sich als wichtige Literatur- und Medienagentur im Bereich Theater, Film, Prosa und Fernsehen schon seit seiner Gründung 1969 umfassend im Frankfurter Kulturleben. Er ist nicht nur wichtigster Vermittler von Drehbüchern und Hörspielen, sondern hat auch den modernen Autorenbegriff maßgeblich über die klassischen Künste hinaus geprägt.
2013 Michael Wollny
Michael Wollny, einer der vielseitigsten Pianisten des Jazz-Genres, hat gerade durch seine generationsübergreifende Zusammenarbeit mit dem Tenor-Saxofonisten Heinz Sauer seit mehr als einem Jahrzehnt internationale Beachtung gefunden. Mit viel Fantasie und spontaner Kreativität wurde er so zum Vorbild für viele junge Jazzmusiker und weist dem Jazz den Weg in die Zukunft.
2013 Heinz Sauer
Heinz Sauer, einer der bedeutendste Tenor-Saxofonisten des deutschen Jazz, hat gerade durch seine generationsübergreifende Zusammenarbeit mit dem Pianisten Michael Wollny seit mehr als einem Jahrzehnt internationale Beachtung gefunden. Durch sein Wirken und seine Schaffenskraft hat er den Ruf Frankfurts als Jazz-Metropole nachhaltig geprägt.
2012 Atelier Goldstein
Das Atelier Goldstein und seine Leiterin Christiane Cuticchio geben behinderten Menschen mit Down-Syndrom, Autismus und anderen Störungen die Möglichkeit, eigenständig Kunstwerke von herausragender Qualität zu schaffen und so ihre künstlerischen Visionen ohne Zweifel an der eigenen Person zu realisieren.
2011 Willy Praml
Willy Praml, ehemals Professor für Kultur- und Theaterarbeit, hat mit der Naxoshalle und ihren raumgreifenden Inszenierungen in Frankfurt ein kulturelles Zentrum der ganz besonderen Art geschaffen, das weit über die Rhein-Main-Region hinaus hohe Aufmerksamkeit und große Anerkennung gefunden hat.
2010 Dr. Günther Rühle
Dr. Günter Rühle, einer der angesehensten Journalisten, Essayisten und Theaterhistoriker Deutschlands, übernahm nach vielen Jahren als Chef des Feuilletons der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die Leitung des hiesigen Schauspielhauses, das er zu einem der wichtigsten Frankfurter Kulturinstitute von weit überregionaler und internationaler Ausstrahlung gemacht hat.
2009 Freies Deutsches Hochstift / Frankfurter Goethemuseum
Würdigung als eines der wichtigsten Frankfurter Kulturinstitute von weit überregionaler, internationaler Ausstrahlung. Es gewährleistet mit dem Goethe-Museum, seiner bedeutenden Sammlung von Handschriften, den von ihm betreuten wissenschaftlichen Editionen und seiner Publikationen und Veranstaltungen in herausragender Weise die Kontinuität bürgerlicher Kulturverbundenheit.
2008 Prof. Heiner Goebbels
Prof. Heiner Goebbels ist einer der bedeutendsten Frankfurter Komponisten und Regisseure, der durch seine vielseitigen Aktivitäten als Musiker und Theatermacher die Musik der Gegenwart mitgeprägt sowie mit seinem anspruchsvollen musikalischen und musiktheatralischen Arbeiten neue Maßstäbe gesetzt hat.
2007 Michael Quast
Michael Quast ist nicht nur ein großer, sondern vor allem beliebter Frankfurter Schauspieler, Regisseur, Musiker und Kabarettist, der sein Publikum nicht nur immer wieder glänzend, vielseitig und meisterhaft unterhält, sondern auch auf geradezu schwerelose Weise an bedeutende Werke der Literatur und Musik heranführt.
2006 Die Architekturklasse der Städelschule und Professor Ben van Berkel
Unter der fachmännischen Leitung von Professor Ben van Berkel hat der Aufbaustudiengang „Konzeptionelles Entwerfen“ internationale Anerkennung gefunden.
2005 Literaturhaus Frankfurt e.V.
Das Literaturhaus Frankfurt e.V. hat sich in bedeutender Weise nachhaltig für das kulturelle Leben in der Stadt Frankfurt eingesetzt.
2004 Professor Dr. Hans Günther Bastian und Karl Rarichs
Prof. Dr. Hans Günther Bastian und Karl Rarichs haben sich mit ihrer Initiative nachhaltig darum bemüht, junge Menschen an die Musik heranzuführen, und sie so zu fördern, dass die Musik zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit maßgeblich beiträgt und ein Teil ihres Lebens wird.
2003 Die Kernmitglieder der "Neuen Frankfurter Schule"
F.W. Bernstein, Bernd Eilert, Robert Gernhardt, Peter Knorr, Chlodwig Poth, Hans Traxler und Friedrich Karl Waechter haben sich als Kernmitglieder der „Neuen Frankfurter Schule“ in ihrem vier Jahrzehnte umfassenden Wirken um das geistige Leben der Stadt Frankfurt verdient gemacht, für das sie weit über die Stadtgrenzen hinaus prägend und kennzeichnend gewesen sind.
2002 Die Maler der Quadriga:
Karl Otto Götz, Heinz Kreutz, Otto Greis und Bernard Schultze haben 1952 mit ihrer „Quadriga“ genannten Ausstellung in der Frankfurter Zimmergalerie Franck dafür gesorgt, dass Frankfurt durch diese neue freie Malerei, den Informel, in die Kunstgeschichte des 20. Jahrhundert eingegangen ist.
2001 Stroemfeld Verlag Frankfurt/Basel
Der Stroemfeld Verlag Frankfurt/Basel hat sich durch beispielgebende kritische Gesamtausgaben bedeutender Autoren hervorgetan. Darunter insbesondere die „Frankfurter Ausgabe“ der Werke von Friedrich Hölderlin.
2000 Cäcilien-Chor, Frankfurter Singakademie und Frankfurter Kantorei
Der Cäcilien-Chor, die Frankfurter Singakademie und die Frankfurter Kantorei haben mit ihrem bürgernahen musikalischen Wirken auf höchstem Niveau weit über die Grenzen Frankfurts hinaus Resonanz und Anerkennung gefunden, mit dem sie sich um die Stadt verdient gemacht haben.
1999 Künstlerhaus Mousonturm
Das Künstlerhaus Mousonturm hat sich mit seinem erfolgreichen kulturellen Engagement und seiner weltoffen-internationalen Ausrichtung in der Mainmetropole hervorgetan.
1998 Professor Kasper König
Prof. Kasper König, Rektor der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Städelschule, hat sich insbesondere mit seiner Aufbau- und Ausstellungsarbeit im Portikus der Städelschule in den Jahren 1987-1997 um Frankfurt verdient gemacht.
1997 Thomas Bayrle
Thomas Bayrle hat sich maßgeblich als Professor an der Städelschule in Frankfurt mit seiner langjährigen und engagierten Lehrtätigkeit hervorgetan.
1997 William Cochran
William Cochran wird als Tenor an der Oper Frankfurt geehrt, an der er seit fast dreißig Jahren das verkörpert, was man den Frankfurter Musiktheater-Stil nennt.
1997 Wolfgang Deichsel
Wolfgang Deichsel wird aufgrund seines Wirkens als genuiner Dramatiker in Frankfurt geehrt.
1996 Ensemble Modern
Das Ensemble Modern hat sich in Frankfurt gerade durch sein Engagement als Motor der kreativen Moderne hervorgetan.